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Archiv der Kategorie Darmstadt

14.09.2008 - Werkstattgespräch mit “Zeitweise”-KünstlerInnen

Seit Mai kleckst und streicht, walzt, hämmert und klickt, schabt, linst, diskutiert und klebt und mischt unterschiedliches Künstlervolk schon im citynahen Leerstand des Stolzehauses. Der BBK Darmstadt, künstlerischer Berufsverband vor Ort, haucht mit seinem Sommerprojekt “Zeitweise - Kunstwerk 1-3″ nicht nur einem verwaisten Stück Architektur in der Innenstadt Leben ein, sondern reanimiert sich damit auch gleich selbst. Vor Ort arbeiten, Bürger in die Prozesse hineinspickeln lassen, miteinander ins Gespräch kommen - das sind die Ziele des Kunst-Events, an dem 16 KünstlerInnen des BBK beteiligt sind. Zwei Werkphasen mündeten bereits in Ausstellungszeiten vor Ort (Neckarstraße 4-6): Sechs Positionen aus Malerei und Zeichnung zu Beginn, gefolgt von fünf Konzeptlinien aus dem fotografischen Bereich. Derzeit bespielen die Skulpteure, Objektmacher und Installationskünstler den Raum, der mit großen Schaufenstern zum Spähen und Nachfragen einlädt. Am 14. September geht die letzte Werkphase in die Ausstellung der bildhauerischen Exponate über. Statt einer Eröffnungsrede, wollen um 11.30 Uhr in einem Werkstattgespräch sechs der beteiligten KünstlerInnen zu Wort kommen und das Pilotprojekt rückblickend unter die Lupe nehmen. Durchs Gespräch führt Anja Trieschmann.

24.08.2008 - Darmstädter Sezession schnuppert Frischluft

Wetterbeständig müssen die Plastiken schon sein, die bei der 19. Skulpturenausstellung „Open Air 2008“ der Darmstädter Sezession Bestand haben wollen. Figürliches aus Terracotta und Bronze, Surreal-Mythologisches aus Steinguss, Geometrisch-Konstruktivistisches aus Edelstahl und Eisen – von der Figur zur Abstraktion und zurück reicht der plastische Reigen, der aktuelle Exponate von 19 Sezessions-Mitgliedern 9 Arbeiten von Nachwuchskünstlern gegenüberstellt - und zudem zwei Gastbildhauer beherbergt. Einblicke in die Entwicklung zeitgenössischer Freiplastik von tradierten Materialien – Bronze, Stahl, Holz, Stein und Ton - bis hin zu eher ungewöhnlichen Werkstoffen wie Wachs, Gummi, Draht und Seil bietet die Schau mit ihren rund 40 Exponaten, die sich in den alten Garten hinter dem Künstlerhaus Ziegelhütte einfügen.

In einer Diashow auf meiner Webseite www.kunstnotiz.de sind (fast) alle Kunstwerke schon mal zu sehen - quasi als virtueller Vorgeschmack auf das reale Erlebnis, das selbstverständlich nicht einmal durch die eleganten Fotografien zu ersetzen ist.

Am Sonntag (24.) um 11.30 Uhr wird die Schau auf dem Gelände Kranichsteiner Straße 110 in Darmstadt eröffnet und steht bis 4. Oktober dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie an Wochenenden von 11 bis 17 Uhr für Besucher offen. Mit der Vergabe der Preise an die diesjährigen Preisträger am 4. Oktober um 17 Uhr endet die Ausstellung.

07.05.2008 - Feld in Concert / Keller Klub

Wer viel im Hyperspace unterwegs ist und sich ein Lichtjahr nach dem anderen um die Ohren schlägt, nur um den ein paar Parsecs weiter wohnenden Kumpel mal zu besuchen, kennt diese lästigen Nebenerscheinungen - Kopfschmerz, Übelkeit, Orientierungslosigkeit, schlechten Speichel und weiche Knie -, die der Gefrier-Tiefschlaf mit sich bringt - oder besser das Aufgeweckt werden aus selbigem. Aber was tut man nicht alles für ein bisschen Abwechslung und Zerstreuung?
Nachdem die Feld-Crew sich also nun nahezu ein (Erden-) Jahr im Tiefschlaf durch das All hat treiben lassen, ist nun die Landesequenz durch den Bordcomputer eingeleitet, die Tiefschlaf-Tanks werden wieder an die Lebenserhaltungssysteme angeschlossen und die Landung auf dem Zielplaneten Erde steht in Kürze bevor:
Ein Gig der Band im Keller-Klub im Darmstädter Schloss! Musik zwischen allen Stühlen und vor allem original handgemacht.
und zwar am:
Mittwoch, den 7. Mai 2008; so etwa ab 21:00h
Info’s zu Feld und (Musik-) Downloads gibt’s hier.
Wir freuen uns auf die Erde/Darmstadt/den Keller-Klub/Dich !!!

30.04.2008 - Künstlergespräch mit Kurt Wilhelm Hofmann

Er zeichnet Nester ohne Vögel darinnen, Angelhaken ohne Fisch dran und Fische ohne Wasser: In den Bildern von Kurt Wilhelm Hofmann fehlt immerzu etwas. Was er Landschaft nennt, ist nicht viel mehr als ein paar fedrige Bleistiftstriche, die mit viel gutem Willen einen Berg fantasieren. Jener Mangel aber, also das, was man nicht sieht, das, womit man konfrontiert wird im Prozess des Suchens und Schauens, das ist vielleicht gerade der eigentliche Bildinhalt, den der Zeichner und Maler vor Augen führen will. Seinem erkenntnis-philosophischen Hintergrund und der Motivation fürs Zeichnen auf die Spur kommen will Anja Trieschmann im Gespräch mit dem Künstler: Am 30. April um 19 Uhr im Regierungspräsidium Darmstadt. Dort ist auch seine aktuelle Ausstellung zu sehen: montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr.

12.04.2008 - Künstlergespräch mit Willes Meinhardt

Er wird als der Mönch unter den Malern bezeichnet: Nicht nur liebt er Askese in seinem Atelier, auch in seinen Bildern herrscht die Große Stille. Nichts ist dort zu sehen - beim raschen Drüberblicken. Etwas mehr, wenn man sich Zeit nimmt. Und Bewegendes geschieht, wenn der Blick darinnen zur Ruhe kommt. Wenn Kontemplation ist: Sich auf das zu konzentrieren, was gerade vor Füßen liegt, dann ist der Weiterstädter Maler ein echter Mediteur, dessen Bilder in einem langsamen Prozess aus Pinselschichtung, Schauen, Pinselschichtung und Schauen entstehen. Am Samstag (12.) spricht Anja Trieschmann um 18 Uhr mit dem Künstler, dem das Malen so viel ist wie Philosophieren. Beide sind zu Gast in der Kaleidoskop Galerie, Raiffeisenstraße 15 in Pfungstadt, die Willes Meinhardt seit Jahren in der Region vertritt.

Weitere Infos: Porträt des Künstlers auf kunstnotiz.de

15.03.2008 - Künstlergespräch mit Johann Peter Reuter

Tee tinkt er nicht nur mit Hingabe und Genuss, Tee krümelt er auch auf seine Bilder, dass sie zu Stukturgestöber im Farbsee zerrieseln. Johann Peter Reuter hangelt sich in seiner Malerei an Impulsen entlang, die ihm der Alltag vor die Füße wirft. Dann wringt er das Gewonnene aus, experimentiert und spielt und findet überaschende Bildergebnisse, in denen Freund Zufall und kompositorisches Feingefühl Hand in Hand gehen. Am Samstag (15. März) ist der Maler aus Darmstadt/Guntersblum um 20 Uhr Gesprächsgast von Anja Trieschmann im Künstlerhaus Ziegelhütte, wo er derzeit mit einer Einzelausstellung vertreten ist. Die Schau ist bis 15. März von Donnerstag bis Samstag zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet.

07.03.2008 - Malerei von Manfred Staudt

Landschaft, die von Gewittern bedroht, Geäst, das von Winden gezaust, Farbe, die über Leinwand gescheucht wird: Auf Manfred Staudts Bildern spielen sich Dramen ab: Wetterdramen, Liebesdramen, Farb- und Materialdramen. Im Keller Klub Darmstadt ist der Maler mit neuen Bildern zu Gast in einer neuen Ausstellungsreihe, deren Anfang er bildet. Am Freitag (7. März) tastet sich Anja Trieschmann um 21 Uhr mit Worten an seine Pinselsprache heran. Ort: Schloss Darmstadt, Keller Klub.

06.03.2008 - Malerei von Angela Giesselmann

Farbe spritzt und klumpt und kleckert, versteckt sich und bricht zu Fladen auf: Um 18 Uhr eröffnet Anja Trieschmann eine Ausstellung mit Malerei der in Darmstadt lebenden Künstlerin Angela Giesselmann. Ort: Computer Academie, Holzhofallee 36b in Darmstadt.

23.02.2008 - Nikolaus Heyduck, Andreas H. H. Suberg - Glasotronik

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Tage für Neue Musik Darmstadt” der Akademie für Tonkunst, Darmstadt, werden am 23.02.08 in einem Doppelportrait die Künstler Nikolaus Heyduck und Andreas H. H. Suberg sowie ihre Aktivitäten mit und um das Glasotronik-Ensemble vorgestellt.

Das Glasotronik-Ensemble benutzt (handelsübliche, aus dem Alltag stammende) Glasobjekte zur Ton- und Klangerzeugung, die auf elektronischem Wege verstärkt, modifiziert, verfremdet, digital und mit Samplingtechnik bearbeitet werden.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30h in der Akademie für Tonkunst, 64285 Darmstadt, Ludwigshöhstr. 120.

14.02.2008 - Künstlergespräch mit dem Maler Frank Schylla

Anja Trieschmanns Plaudergast im Künstlerhaus Ziegelhütte (Kranichsteiner Straße in Darmstadt) am Donnerstag, 14.02.2008 um 20 Uhr ist Frank Schylla (Porträt des Künstlers auf kunstnotiz.de), seines Zeichens “All-Over”-Strukturen-Maler aus Darmstadt. Seine Bilder bringen die Netzhaut zum Flimmern und überraschen mit perspektivischer Vielschichtigkeit: Je nachdem, ob man nah ans Bild herangeht oder von Weitem schaut, eröffnen sich den Betrachtenden unterschiedliche Sicht-Welten zwischen Mikro- und Makrokosmos.