25.2.2010 - Künstlerdoppel: Ute Doering und Kurt Drawert im Gespräch

Sie ist hinter der Linse, er hinter dem Wort zu Hause. Doch beide verdichten sie Realität: Ute Döring wählt hintersinnige Fotoinstallationen, deren harmloser Ersteindruck einen kritischen Blick auf die Realität verbergen: Denn stets zeigen ihre Fotoserien die schöne Welt als eine zerbrechliche. Ihr Gatte Kurt Drawert dagegen ist vor allem seiner Lyrik und essayistischen Schriften wegen bekannt geworden. Sein erster Roman „Ich hielt meinen Schatten für einen anderen und grüßte“ (2008) gilt einerseits als „grandioses Kunstwerk“ (DIE ZEIT), andererseits als Tortour - was seinem schwermütigen Erzählstoff durchaus angemessen ist: Handelt es sich doch um eine „Notwehr“ gegen die Erlebnisse in dem von Drawert als unmenschlich wahrgenommenen totalitären DDR-Staat, in dem der Schriftsteller und seine Frau ihr halbes Leben verbrachten. Beide, Fotografin und Dichter, sind zu Gast im Gespräch mit Anja Trieschmann und dem Publikum der Ziegelhütte. Der Abend verspricht Leckerbissen zumindest für Auge, Ohr, Verstand und Gaumen. Donnerstag, 25. Februar, 20 Uhr im Künstlerhaus Ziegelhütte

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